Gold Maple Leaf - Proof
Die Royal Canadian Mint bot ausschließlich zum 10. Jahrestag der Maple Leaf Goldmünze eine Sammlerausgaben in Proof Qualität an. Die Münzen wurden sowohl in Gold, Silber und Platin geprägt. Neben dem Einzelverkauf in massiven Ahornetuis wurden auch drei Sets veröffentlicht.
Jahr Bezeichnung Feingewichte Auflage
1989 Gold Proof Set 1 Unze, 1/2 Unze, 1/4 Unze, 1/10 Unze 7.000
1989 Proof Set I 1 Unze Gold, 1 Unze Silber, 1 Unze Platin 4.000
1989 Proof Set II 1/10 Unze Gold, 1/10 Unze Platin, 1 Unze Silber 10.000
1989 Single Coin Box 1 Unze Gold 15.000
2010 Piedfort Maple Leaf Coin Set 1/5 Unze Gold, 1 Unze Silber (Reverse Proof)
3.000

Alle Sets beinhalten gekapselte Münzen und ein Echtheitszertifikat. In Deutschland sind die Proof Sets relativ häufig anzutreffen und verfügen über nur mäßige Aufpreise gegenüber den Stempelglanz Maple Leaf. In 2010 wurde ein Piedfort Maple Leaf, als Reverse Proof Coin, emittiert. Mit Blick auf das abweichende Motiv zählt die Münze zu den Sonderausgaben und ist an dieser Stelle nur zur Vollständigkeit aufgeführt.

Gold Maple Leaf - Basler Stab Privy Mark

Seit 1997 veröffentlicht die Royal Canadian Mint in unregelmäßigen Abständen Gold Maple Leaf mit Privy Mark. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Bullionausgabe tragen die Münzen ein zusätzliches Prägezeichen und sind zumeist besonderen Anlässen zuzuordnen. Die Auflage ist in der Regel stark limitiert, weshalb diese Goldmünzen vornehmlich Sammler ansprechen und mit Aufpreis gehandelt werden.

Ausgabejahr Bezeichnung Feingewicht Auflage
1997 Family 1/10 Unze 100.500
1998 Eagle 1/10 Unze 51.500
1999 20 Years 1 Unze bis 1/20 Unze
1999/2000 Fireworks
1 Unze bis 1/20 Unze
2000 Fireworks 2000 1 Unze bis 1/20 Unze
2000 Expo 2000 1/4 Unze 1.000
2001 Set Viking 1/1 bis 1/20 Unze 850
2001 Basle 1/4 Unze 750
2005 Tulip 1/4 Unze 500
2005 M7 (MDM) 1/4 Unze 1.300
2005 Liberation 1/4 Unze 1.000
2006 M7 (MDM) 1/4 Unze 1.100
2007 T/E 1 Unze 500
2007 M7 (MDM) 1/4 Unze 1.000
2008 Vancouver 2010 1 Unze 50.000
2009 Vancouver 2010 1 Unze 50.000
2010 Vancouver 2010 1 Unze 50.000

In 2008 wurde erstmals ein extra großes Privy Mark geprägt welches weite Teile des klassischen Maple Leaf Motivs belegt.  Die Vancouver Folgeausgaben gelten als Sondermünzen, werden aber zur Vollständigkeit ebenfalls aufgeführt. Als weitere Besonderheit gilt das erste Fireworks Privy welches eine doppelte Jahreszahl trägt. Die M7 Maple Leaf wurden exklusiv für MDM produziert und ausschließlich auf diesem Weg vermarktet.
Beginnend mit dem Jahr 2013 wurde die Maple Leaf Goldmünze mit einem dauerhaften visuellen Fälschungsschutz ausgestattet. Hierzu prägt die Royal Canadian Mint eine komplizierte Mikrogravur, in Form eines kleinen Ahornblatts, auf die Motivseite. In der Miniatur ist die jeweilige Jahreszahl im zweistelligen Format vermerkt. Hierbei handelt es sich demnach nicht um ein Privy, sondern um die Normalprägung.

Die Proof Krügerrand wurden in den ersten Prägejahren lediglich in einem von der SA Mint (Pretoria) gestempelten Umschlag an die Sammler verkauft. Erst seit 1970 erfolgt die Ausgabe in den heute üblichen Münzetuis.

Die Single Coin Box fasste zunächst nur ungekapselte Proofmünzen in eine Samteinlage ein. Erst 1989 erfolgte die Umstellung auf gekapselte Münzen und analog hierzu wurde auch der Schriftzug im Inneren der roten Kassetten an das aktuelle Logo der SA Mint angepasst.

Mit einer Seitenlänge von 8,3 cm stellt die Coin Box auch heute ein beliebtes Aufbewahrungsobjekt dar.

Seit 1995 werden die auch einzeln angebotenen Krügerrand Sammlermünzen, aus Süd Afrika, inklusive eines nummerierten Zertifikats ausgeliefert.

In diesem Zusammenhang wurde das Design der Münzbox ebenfalls überarbeitet, um das Zertifikat und die gekapselte Münze bestmöglich aufzunehmen. Mit einer Kantenlänge von 6,2 x 6,5 cm ist das neue Etui nur unwesentlich kleiner als sein Vorgänger.

Sowohl im Fachhandel als auch auf dem Zweitmarkt werden immer wieder Proof Krügerrand der neueren Prägejahre ohne das jeweilige Zubehör angeboten. Hierbei handelt es sich um Münzen die zum Teil aus den Proof Sets entnommen wurden und daher nicht über ein Einzelzertifikat verfügen.

Während die Einzelmünzen bisher ohne Abschlag gehandelt wurden ist nunmehr ein Trend hin zu Komplettsets, mit entsprechenden Aufpreisen, feststellbar.


Im September 1980 präsentierte die SA Mint die Krügerrand Fractionals mit den noch heute gängigen Feingewichten einer halben, viertel und zehntel Unze Feingold. Denn zu diesem Zeitpunkt stieg der Goldpreis, aufgrund der Iran-Krise, stark an und machte kleinere Stückelungen praktisch erforderlich.
 
Die Kundenveranstaltung der Prägestätte wurde vom Finanzminister moderiert, wobei den V.I.P. Gästen der Erwerb von Proofmünzen möglich war. Die Proof Krügerrand, mit Prägejahr 1980, wurden mit einer Auflage von jeweils 60 Stück hergestellt und verfügen über einen hohen numismatischen Wert.
 
Ambitionierten Sammlern raten wir ausschließlich zum Erwerb von zertifizierten Proof  Fractionals aus 1980, um Verwechslungen mit gut erhaltenen Stempelglanz Münzen zu vermeiden. Der entsprechende Echtheitsnachweis von PCGS, SAGCE oder NGC ermöglicht Einzelpreise von bis zu 2.500 Euro je Stück.
 
 
Neben der Ausgabe von Anlagemünzen hat auch das Prägen von Sammlermünzen eine lange Tradition in Süd Afrika. So verwundert es nicht dass die SA Mint den Krügerrand bereits 1967 in den Erhaltungsgraden  "Uncirculated" und "Proof" emittierte.
 
Die hochwertigen Sammlerstücke unterscheiden sich bereits auf den ersten Blick durch den Spiegelglanz Hintergrund und das mattierte Motiv (sog. Frosting) von der Stempelglanzausgabe. Zudem verfügen die Proof Krügerrand über eine deutlich geringere Auflage und seit 1977 über eine feinere Kerbung des Münzrands.
 
In der Rückbetrachtung aller Prägejahre werden Unterschiede in der Prägetechnik ersichtlich. Während die "stärke" der Mattierung in den letzten Jahren spürbar zunahm, unterscheiden sich die Proof Krügerrand von 1967 und 1968 teils deutlich von den heutigen Ausgaben. Die Erstprägung wurde noch gänzlich ohne Frosting hergestellt und ist entsprechend schwer von gut erhaltenen Stempelglanzausgaben zu unterscheiden. Interessierten Käufern raten wir daher nur zertifizierte Exemplare zu erwerben (PCGS, NGC, SAGCE). 1968 stellt mit  zwei Varianten ebenfalls eine Ausnahme dar. Die Auflage verteilt sich das einseitige (Büste glänzend, Springbock matt) und das beidseitige Frosting der Motive. Analog der Bullionprägung verwendet die SA Mint seit 1982 einen modifizierten Prägestempel für das Revers.
 
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die hochwertigen Proof Krügerrand weltweit gesucht werden und damit jahrgangsabhängig über hohe Aufpreise verfügen. Die Ausgaben der Jahre 1967 bis 1969, 1986, 1987, 1991 bis 1999 sind besonders gefragt, wobei 1992 regelmäßig die höchsten Preise erzielt.